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Aquarienumbau und Zuchtbericht - Corydoras aeneus

Nachdem die Panzerwelse jetzt schon zwei Mal im

"Kinderzimmergesellschaftsbecken" abgelaicht hatten,

entschloß ich mich es einmal mit der Nachzucht der Corydoras zu probieren.


 

Tag 1 : Die letzten Bewohner ziehen um ! Die vier Platys und das Kap Lopez Paar

ziehen bei einem meiner Arbeitskollegen ein und die kleinen Antennenwelse sowie

die Zebrarennschnecken werden ins Diskusbecken umgesetzt. 20 Liter Aquariumwasser , der Filter ,

die Gruppe Corydoras und die Pflanzen werden in zwei Eimern "geparkt". Die Buchenzweige , die Wurzel

, das Restwasser und der Bunte Kies werden entsorgt und das Becken kurz ausgespült. Danach wird

der neue gewaschene Sand ( 5Kg ) ins Becken gefüllt und die mit heißem Wasser gespülten, die neuen

Buchenäste mit Saugnäpfen und VA-Schrauben im Aquarium befestigt. Jetzt kommen etwa 20 Liter

Leitungswasser und fast der ganze Inhalt der zwei Eimer ins Becken. Die Pflanzen werden positioniert

und der eingefahrene Filter aus dem Gesellschaftsbecken wird in Betrieb genommen. Nach etwa zwei

Stunden kommen dann die Panzerwelse ( 7 Stück ) in ihr neues Zuhause. Das Wasser ist noch ganz

leicht getrübt und hat jetzt eine Temperatur von 22 Grad / Celsius.


 

Tag 2 : Wasserwerte gemessen: pH=7,5 --- KH=6 --- GH=14 --- NO2=0,3 ---

Temperatur 22,5 °C. Um dem hohen pH Wert etwas entgegen zu steuern, hängt jetzt

ein Nylonstrumpf mit Torfgranulat im Becken der gleichzeitig auch die KH etwas senkt.


 

Tag 3 : Alles in Ordnung ,die Welse fressen gut.

 

 


 

Tag 4 : Alles in Ordnung ,die Welse fressen gut und sind sehr aktiv! Heute gab es

lebende rote Mückenlarven. Hier ein Video von der Gruppe >>>>> Panzerwelse <<<<<

 


 

Tag 5 : Es sind ca. 70 Eier an der Aquariumscheibe ! ! ! Eltern aber leider unbekannt. Ich

setze die Corydoras-Gruppe ins Diskusbecken um , damit sich keiner an dem Laich

vergeht. Wasserwerte : pH=7,3 --- KH=5 --- GH=15 --- NO2=0,3 --- Temp.=22,5 °C


 

Tag 6 : Alles in Ordnung ! Eier sind noch da :-)

 

 


 

Tag 7 : Alles OK ! Die Eier färben sich leicht bräunlich.

 

 


 

Tag 8 : morgens 11 Uhr : Große Trauer ! Etwa 50 % der Eier sind verpilzt !

 

 

Ich habe die verpilzten Eier mit einem Zahnstocher entfernt um die anderen zu

schützen. In den nicht verpilzten Eiern kann man aber schon die Larven erkennen !

 

abends 20 Uhr : Die Larven schlüpfen ! Auf den Bildern ist eine Larve zu

sehen die sich aus dem Ei befreit.


 

Tag 9 : Alle Eier sind geschlüpft , die Larven zucken über den Sand ! Hier ein Video von

den Larven >>>>> Panzerwelse <<<<< Als Erstfutter gab es zerriebene Futtertabletten

obwohl sie die ersten zwei Tage von ihrem Dottersack leben müssten. Für die nächsten Tage habe ich

eine Flasche mit Artemia angesetzt.


 

Tag 10 : Ich habe heute nur 3 Larven gesehen , als Futter gab es zerriebene

Futtertabletten.

 


 

Tag 11 : Ich habe heute 4 Larven gesehen. Eine davon noch komplett mit Dottersack. Weil die Winzlinge

noch so unbeholfen umhertaumeln und noch keine Artemia-Nauplien gefressen haben gab es noch

zerriebene Futtertabletten.


 

Tag 13 : Der Nachwuchs ist jetzt ca.5 mm groß und ich konnte heute 6 Stück

beobachten. Am Mittag gab es Artemia-Nauplien und gegen Abend hatten die

Winzlinge Lachs-farbene Bäuche :-)


 

Tag 14 : Alle Baby`s fressen und ich konnte heute 11 Stück zählen. Auf dem Programm stand heute :

Mulm absaugen und 5 Liter Wasserwechsel. Sonst alles O.K.


 

Tag 15 : Alles OK ! Wasserwerte : pH=7,5 --- KH=4 --- GH=15 --- NO2=0,3 --- Temp.=22,5 Grad/Celsius

Nach dem messen 5 Liter Wasserwechsel mit Wasser aus dem Diskusbecken um den pH Wert zu

senken.


Tag 16 : Der Ernst des Lebens beginnt ! Heute hab ich den Innenfilter wieder in Betrieb

genommen und den Patronenfilter aus dem Becken entfernt. Damit kein Winzling in den Filter

gesaugt wird kommt ein Nylonstrumpf meiner Frau darüber. Durch die Wasserbewegung werden die

Welse jetzt mehr gefordert und wachsen hoffentlich besser ab.

 

Die kleinen Barteln sind schon ganz gut zu erkennen. Genau wie die "Babyzeichnung"

der Welse. Ein brauner Strich zieht sich auf beiden Seiten vom Hinterkopf durch die

Augen bis zum Maul. Der Körper ist noch relativ farblos. Auf dem Programm stand heute noch : Mulm

absaugen und 10 Liter Wasserwechsel aus dem Diskusbecken um den pH Wert etwas zu senken.


 

Tag 21 : In den letzten Tagen stand auf dem Programm: täglich 50% Wasserwechsel

und Futterumstellung auf Frostfutter (Cyclops). Es gab 2-3 Verluste zu beklagen

wahrscheinlich durch die Umstellung.


 

Tag 31 : Die Welse sind nun 23 Tage alt und haben zwar noch ihr

Jugendmuster, mit den braunen Flecken auf dem Körper und den

Streifen vom Hinterkopf bis zum Maul, sind aber über den Berg und haben das schlimmste hinter sich.

Sie sind ca. 1,5 cm groß und nehmen ohne Probleme gefrorene Cyclops oder feines Trockenfutter.


 

Tag 50 : Die Panzerwelse sind jetzt genau 42 Tage alt und sehen schon fast wie echte

"Metaller" aus.

 

Mit ihren 2,5 cm fressen sie jetzt Daphnien, Schwarze Mückenlarven und kleine

Artemia´s.

 

Da ich nur einen "normal gefärbten" Metallpanzerwels habe, muß ein

Elternteil auf jeden Fall ein Albino sein und die albinotischen Gene

haben sich bei den verbliebenen Jungwelsen nicht durchgesetzt !


 

Fazit : Die Zucht der Metallpanzerwelse ist wirklich nicht schwer aber sehr interessant

. Das bei mir nur 9 Stück "durchgekommen" sind finde ich nicht weiter tragisch, da 4

Stück für den neuen Besatz meines 60er Aquariums gedacht sind und die anderen 5 locker bei einem

Freund Platz finden. Die Welse schimmern jetzt leicht grünlich, eben richtige Meatllpanzerwelse ;-)


 

Nachtrag : Nach vier Monaten sehen die Welse nun so aus !

 

 


Dirk Friebe

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